Wird Tofu schlecht? So bleibt er frisch und genießbar

Tofu ist aus der modernen Küche nicht mehr wegzudenken – egal ob vegan, vegetarisch oder einfach neugierig auf Neues. Doch wie lange hält sich Tofu eigentlich? Und woran erkennt man, dass er nicht mehr gut ist?

Tofu: Vielseitig, gesund – aber nicht ewig haltbar

Tofu ist für viele ein Grundnahrungsmittel, das in unzähligen Rezepten seinen Platz findet: vom asiatischen Wokgericht bis hin zum sommerlichen Salat. Auch ich habe immer ein oder zwei Päckchen im Kühlschrank – besonders wenn es mal schnell gehen soll.

Aber eines habe ich dabei gelernt: Auch Tofu hat ein Verfallsdatum. Und wer schon einmal verdorbenen Tofu geöffnet hat, weiß – das riecht man sofort. Damit dir das nicht passiert, schauen wir uns gemeinsam an, wie man Tofu richtig lagert, woran man verdorbenen Tofu erkennt und wie man seine Haltbarkeit verlängern kann.

Wie lange hält sich Tofu?

Die Haltbarkeit hängt stark davon ab, ob der Tofu noch originalverpackt ist, bereits geöffnet wurde oder ob er schon gekocht wurde. Hier die wichtigsten Richtlinien:

Ungeöffneter Tofu

Solange die Verpackung unbeschädigt und vakuumversiegelt ist, hält sich Tofu meist zwei bis drei Monate über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Dennoch gilt: Augen auf beim Öffnen. Verfärbungen oder seltsamer Geruch sind ein klares Warnsignal.

Geöffneter Tofu

Sobald die Packung geöffnet ist, gehört der Tofu in den Kühlschrank. Dort sollte er innerhalb von vier bis fünf Tagen verbraucht werden. Selbstgemachter frischer Tofu hat meist eine noch kürzere Haltbarkeit von etwa drei Tagen.

Gekochter Tofu

Ob gebraten, geschmort oder in der Suppe – gekochter Tofu hält sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage, frittiert oft sogar etwas länger. Wichtig: Lass die Speisen vor dem Einlagern vollständig abkühlen.

Tofu einfrieren

Tofu lässt sich gut einfrieren, besonders wenn man ihn vorher abtropfen lässt. Am besten innerhalb von vier bis fünf Monaten aufbrauchen. Danach leidet die Textur und der Geschmack merklich.

Woran erkennt man, dass Tofu schlecht ist?

Verfärbungen

Tofu sollte blass-weiß sein. Wenn sich gelbliche oder gräuliche Stellen bilden – besonders an den Rändern – ist Vorsicht geboten. Das ist ein klares Zeichen für beginnenden Verderb.

Schimmelbildung

Kleine dunkle Punkte, Flaum oder grüne Stellen sind ein absolutes Warnsignal. Besonders bei Tofu, den man oft ohne starke Hitzezufuhr isst, kann Schimmel ernsthafte Gesundheitsrisiken mit sich bringen.

Schleimige Konsistenz

Tofu sollte schnittfest sein. Wird er matschig, glitschig oder schlierig, ab damit in den Biomüll.

Säuerlicher Geruch oder Geschmack

Tofu hat normalerweise kaum Eigengeschmack. Wenn er jedoch sauer riecht oder seltsam schmeckt, ist er verdorben – selbst wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum noch passt.

Ich erinnere mich noch gut, wie ich einmal eine angebrochene Packung im hinteren Teil meines Kühlschranks fand. Ich hatte sie vergessen – der Geruch beim Öffnen hat mir direkt klargemacht: Das war ein Fehler, den ich so schnell nicht wieder mache.

Wie lagert man Tofu richtig?

Kühl und dunkel aufbewahren

Wie bei vielen Lebensmitteln gilt: Hitzestau und Sonnenlicht sind der Feind. Am besten lagert man ungeöffneten Tofu im Vorratsschrank oder direkt im Kühlschrank.

Verpackung unversehrt lassen

Die Vakuumverpackung schützt Tofu vor Sauerstoff und Keimen. Sobald Luft rankommt, beginnt der Verderb. Wer Reste aufbewahren will, sollte sie in einem luftdichten Behälter mit frischem Wasser lagern – täglich gewechselt.

Einfrieren bei Bedarf

Wenn du weißt, dass du Tofu nicht rechtzeitig verbrauchen wirst, friere ihn portionsweise ein. Nach dem Auftauen verändert sich die Konsistenz – das macht ihn aber besonders gut für gebratene oder marinierte Gerichte.

Häufige Fragen rund um Tofu

Darf man Tofu nach dem Ablaufdatum essen?

Besser nicht. Auch wenn das Datum oft großzügig gesetzt ist, kann sich Geschmack und Konsistenz deutlich verschlechtern – und im schlimmsten Fall droht eine Lebensmittelvergiftung.

Kann abgelaufener Tofu krank machen?

Ja, leider. Verdorbener Tofu kann Bakterien enthalten, die Durchfall, Übelkeit oder andere Magen-Darm-Beschwerden auslösen.

Wie erkenne ich schlechten Tofu?

Neben den oben genannten Anzeichen gilt: Wenn du unsicher bist – lieber weg damit. Frischer Tofu riecht neutral, fühlt sich fest an und sieht gleichmäßig hell aus.

Wird Tofu auch im Kühlschrank schlecht?

Definitiv. Auch gekühlter Tofu hat ein Haltbarkeitslimit. Spätestens nach einer Woche sollte er verbraucht sein – auch bei optimaler Lagerung.

Fazit: Tofu ist unkompliziert – solange man ein paar Dinge beachtet

Tofu ist nicht nur für Veganerinnen und Veganer ein Highlight in der Küche – er ist vielseitig, gesund und eiweißreich. Aber wie bei allen frischen Lebensmitteln lohnt sich ein genauer Blick aufs Haltbarkeitsdatum und den Zustand.

Mein Tipp: Kaufe lieber kleinere Mengen regelmäßig frisch, statt große Vorräte anzulegen. So bleibt dein Tofu-Erlebnis garantiert lecker und sicher.

Und wenn du doch mal ein Päckchen hinten im Kühlschrank findest – riech dran, schau es dir an und triff eine gute Entscheidung. Dein Bauch wird es dir danken.

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