Ob zu Weihnachten, Ostern oder beim gemütlichen Familienbrunch – ein saftiger Honigschinken ist oft der Star auf dem Tisch. Doch was tun, wenn die Portion zu groß war oder du bereits im Voraus für ein großes Fest planen willst? Keine Sorge: Honigschinken lässt sich wunderbar einfrieren – vor oder nach dem Garen. Ich zeige dir, wie du ihn richtig lagerst, einfrierst und wieder auftauschst, ohne dass Geschmack und Textur verloren gehen.
Was ist eigentlich Honigschinken?
Honigschinken ist mehr als nur „ein Stück Schwein“. Er stammt aus der Keule des Schweins und wird typischerweise gepökelt, geräuchert oder luftgetrocknet. Das Besondere: Die süß-salzige Glasur aus Honig (oft kombiniert mit Senf, Gewürzen oder sogar Orangenschale) verleiht dem Fleisch eine karamellisierte Note, die perfekt zu Festtagen passt.
Ich erinnere mich noch gut an das erste Mal, als ich einen Honigschinken selbst glasierte – ich war skeptisch, ob süß und herzhaft zusammenpassen. Aber schon nach dem ersten Bissen war ich restlos überzeugt!
Die verschiedenen Schinkenarten im Überblick
Gepökelt und geräuchert
Die meisten im Handel erhältlichen Schinken sind nass gepökelt – also in einer Salzlake eingelegt. Manchmal kommen noch Raucharomen oder eine Räucherung dazu, was dem Schinken sein typisches Aroma verleiht.
Luftgetrocknet und gereift
Ähnlich wie bei italienischem Prosciutto wird der Schinken bei dieser Variante mit Salz eingerieben und über Monate hinweg getrocknet. Das Resultat: ein intensives, fast nussiges Aroma.
Mit oder ohne Knochen
Ob mit Knochen, ausgelöst oder spiralförmig vorgeschnitten – die Wahl liegt ganz bei dir. Knochen geben beim Garen mehr Aroma, aber ausgelöster Schinken ist natürlich leichter zu portionieren.
Honigschinken einfrieren – so funktioniert’s
Egal ob roh, vorgegart oder bereits aufgeschnitten: Honigschinken lässt sich problemlos einfrieren, solange du ein paar Dinge beachtest.
Ungekochten oder vorgegarten Schinken einfrieren
Wenn du einen frischen (eventuell schon angetauten) Schinken gekauft hast und ihn nicht direkt zubereiten willst:
- Verpackung prüfen: Achte darauf, dass die Originalverpackung unversehrt ist – keine Löcher oder offenen Nähte.
- Zusätzlicher Schutz: Für längere Lagerung (mehr als 2–3 Wochen) solltest du ihn zusätzlich in Frischhaltefolie einwickeln und in einen Gefrierbeutel geben. So vermeidest du Gefrierbrand.
- Direkt einfrieren: Lege ihn so schnell wie möglich nach dem Einkauf ins Tiefkühlfach.
Tipp: Im Originalbeutel bleibt der Schinken ca. 2–3 Wochen haltbar. Für längere Zeit unbedingt doppelt verpacken!
Gegarten oder übrig gebliebenen Honigschinken einfrieren
Du hast einen Teil deines Festtagsschinkens übrig? Perfekt – so rettest du die Reste:
In Scheiben einfrieren
- In Portionen schneiden: Schneide den Schinken in etwas dickere Scheiben, damit er beim Auftauen nicht austrocknet.
- Abkühlen lassen: Warme Schinkenreste sollten erst vollständig auf Raumtemperatur abkühlen.
- Einwickeln: Jede Portion in Frischhaltefolie oder Alufolie wickeln. Für längere Lagerung (> 2 Wochen) doppelt einpacken!
- In Beutel geben: Die eingepackten Scheiben kommen in einen Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss. Luft herausdrücken!
- Beschriften: Datum und Inhalt aufschreiben – man vergisst schneller als man denkt, was genau drin war.
Ganzen Schinken mit Knochen einfrieren
- Abkühlen & Abtupfen: Den Schinken gut abkühlen lassen und mit Küchenpapier trocken tupfen.
- Dreifach-Schutz: Erst in Frischhaltefolie einwickeln, dann in Alufolie, und zum Schluss in einen großen Gefrierbeutel geben.
- Luft raus & einfrieren: Gut verschließen, beschriften und ab ins Gefrierfach!
Auftauen ohne Risiko
Wichtig: Lasse Schinken niemals bei Zimmertemperatur auftauen! Das begünstigt die Vermehrung von Keimen.
Besser: Über Nacht im Kühlschrank langsam auftauen lassen. Gegarter Schinken kann anschließend direkt kalt verzehrt oder vorsichtig im Ofen bei niedriger Temperatur erwärmt werden – idealerweise mit etwas Butter oder unter Alufolie, damit er saftig bleibt.
FAQ – Häufige Fragen zum Einfrieren von Honigschinken
Wie lange hält sich Honigschinken im Kühlschrank?
Etwa 5 bis 7 Tage, gut verpackt und gekühlt.
Wie lange ist Honigschinken tiefgekühlt haltbar?
Etwa 1 bis 2 Monate bei gleichbleibender Temperatur unter –18 °C. Je besser er verpackt ist, desto länger bleibt er aromatisch.
Woran erkenne ich, dass der Schinken schlecht ist?
Ein säuerlicher Geruch oder eine schmierige Oberfläche sind Warnzeichen. Dann bitte sofort entsorgen!
Verändert sich der Geschmack beim Einfrieren?
Minimal – vor allem, wenn der Schinken schlecht verpackt war. Mit guter Lagerung bleibt das Aroma aber weitgehend erhalten.
Fazit: Festlicher Genuss auf Vorrat
Honigschinken ist viel zu schade zum Wegwerfen! Ob als Aufschnitt auf dem Frühstücksbrot, in der Pasta, im Auflauf, auf Pizza oder im Salat – er ist vielseitig einsetzbar. Durch Einfrieren kannst du ganz entspannt vorkochen und später in aller Ruhe genießen.
Ich persönlich liebe ein herzhaftes Rührei mit Schinkenwürfeln und frischem Schnittlauch – am liebsten an einem Sonntagmorgen mit frischem Brot. Und wie nutzt du deine Reste?