Endivien-Ersatz gesucht? Diese 10 Alternativen hast du vielleicht schon zu Hause

Endivien sind für viele ein echter Geheimtipp in der Küche – kräftig im Geschmack, vielseitig einsetzbar und wunderbar robust. Doch was tun, wenn sie gerade nicht erhältlich sind oder du ihren leicht bitteren Geschmack nicht magst? Keine Sorge: Es gibt viele köstliche Alternativen, die du vermutlich sogar schon im Gemüsefach hast.

In diesem Beitrag stelle ich dir die besten Endivien-Ersatzprodukte vor – mit Tipps, wann du welche Sorte am besten einsetzt, je nachdem ob du etwas Mildes, Bitteres oder besonders Hitzebeständiges suchst. Und wie immer gibt’s auch einen kleinen persönlichen Einblick aus meiner Küche.

Was ist Endivie eigentlich?

Endivien – auch als Escariol oder Batavia-Endivie bekannt – gehören zur Chicorée-Familie und werden oft mit Frisée oder Radicchio verwechselt. Ihre äußeren Blätter sind kräftig grün, leicht gewellt und angenehm bitter. Richtung Strunk werden die Blätter heller und milder.

Was ich an Endivien besonders schätze: Im Gegensatz zu zarten Salaten behalten sie auch beim Garen Struktur. Ob gedünstet, gebraten oder gekocht – sie machen sich gut in warmen Gerichten und verlieren dabei einen Teil ihrer Bitterkeit.

Und nicht zuletzt: Endivien sind echte Nährstoffbomben – ballaststoffreich, voller Vitamine und Antioxidantien. Ideal für eine ausgewogene Ernährung.

Ein kleiner Tipp zur Lagerung: Ungewaschen im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren. Erst direkt vor dem Zubereiten waschen – so bleiben sie länger knackig.

Die 10 besten Alternativen für Endivien

1. Spinat – der Klassiker für fast alles

Spinat ist ein echter Allrounder. In roher Form schmeckt Babyspinat angenehm mild, gekocht verliert er seine leichte Bitterkeit – ähnlich wie Endivie. Besonders gut passt er zu Pasta, Aufläufen oder als Beilage.

Ich erinnere mich noch gut an meine Skepsis gegenüber Spinat als Kind. Heute ist er aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken.

2. Rucola – würzig mit Pfeffernote

Mit seinem pikant-nussigen Aroma bringt Rucola ordentlich Schwung ins Gericht. Perfekt für Salate, Pizza, Pasta oder als Topping auf Suppen. Eine ideale Alternative, wenn du nach etwas Charaktervollem suchst.

3. Senfkohl (Mustard Greens) – kräftig und charaktervoll

Senfblätter haben eine deutlich bittere, leicht scharfe Note. Sie passen hervorragend zu herzhaften Gerichten und werden beim Kochen milder. Junge Blätter lassen sich auch gut roh im Salat verwenden.

4. Frisée – fein und verspielt

Die krausen, hellgrünen bis gelblichen Blätter von Frisée gehören ebenfalls zur Endivienfamilie. Im Salat sorgen sie für Frische und Leichtigkeit. Besonders gut kombinierbar mit Nüssen und fruchtigen Dressings.

5. Radicchio – farbenfroher Bitterstofflieferant

Radicchio überzeugt mit seiner intensiven Farbe und einem kräftig-bitteren Geschmack. Roh sorgt er für Biss, gegart wird er milder. Ideal für Salate, Risotto oder gebraten mit etwas Balsamico.

Tipp: Radicchio sieht zwar aus wie Rotkohl, ist geschmacklich aber ganz anders.

6. Grünkohl – rustikal und gesund

Grünkohl ist fest, faserreich und äußerst nährstoffreich. Am besten gegart verwenden – zum Beispiel in Eintöpfen, Currys oder als knusprige Chips aus dem Ofen.

7. Mangold – mild mit Farbtupfer

Mangold, auch als Krautstiel bekannt, ist roh leicht bitter, wird beim Kochen jedoch angenehm mild. Die bunten Stiele machen auch optisch Eindruck. Besonders lecker in Gemüsepfannen, Pasta oder Gratins.

8. Rote-Bete-Blätter – bitte nicht wegwerfen

Wenn du frische Rote Bete kaufst: Die Blätter sind viel zu schade zum Wegwerfen. Ähnlich wie Mangold lassen sie sich hervorragend dünsten oder in Suppen und Pastagerichten verwenden.

9. Pak Choi – zart und vielseitig

Pak Choi ist kein direkter Ersatz im Geschmack, aber eine gute Wahl, wenn du Bitterkeit vermeiden willst. Die milden Blätter und knackigen Stiele sind ideal für asiatische Gerichte, aber auch in Salaten oder als Gemüsebeilage.

10. Römersalat – zartbitter mit Biss

Römersalat hat knackige, längliche Blätter und eine angenehme Bitterkeit. Roh im Salat, leicht gegrillt oder kurz blanchiert passt er gut zu vielen Gerichten und kann Endivie in Salaten hervorragend ersetzen.

Den passenden Ersatz finden – so geht’s

Bei der Auswahl kommt es darauf an, was du mit dem Grünzeug erreichen möchtest:

Für einen bitteren Geschmack
Rucola, Senfkohl oder Radicchio sorgen für Tiefe und Würze.

Für eine milde Note
Spinat, Pak Choi oder Mangold sind die richtige Wahl.

Für warme Gerichte
Grünkohl, Spinat und Mangold sind hitzestabil und behalten Struktur.

Für knackige Salate
Frisée, Römersalat und Babyspinat eignen sich hervorragend für Rohkostgerichte.

Häufige Fragen

Welcher Ersatz eignet sich für italienische Hochzeitssuppe?
Spinat, Mangold, junger Grünkohl oder Senfkohl sind passende Alternativen.

Sind Escarole, Batavia-Endivie und Chicorée dasselbe?
Escarole und Batavia-Endivie sind gleich, Chicorée (auch belgische Endivie) ist ein enger Verwandter, aber deutlich fester und heller.

Roh oder gekocht – wie verwende ich Endivien am besten?
Beides ist möglich. Die inneren, zarten Blätter passen gut in Salate, die äußeren eignen sich hervorragend zum Dünsten oder Braten.

Fazit

Blattgemüse ist ein wichtiger Bestandteil einer gesunden Ernährung – egal ob als Salat, Beilage oder versteckt in einer Soße. Auch wenn du gerade keine Endivie zur Hand hast, gibt es viele wunderbare Alternativen, mit denen du kreativ und abwechslungsreich kochen kannst.

Mein Rat: Probier dich ruhig aus. Viele meiner liebsten Kombinationen sind beim spontanen Experimentieren entstanden. Hauptsache, es schmeckt – und das tut’s mit diesen grünen Alleskönnern ganz bestimmt.

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