Butter ersetzen: 11 leckere Alternativen für jede Küche

Butter macht vieles besser – ob knuspriger Kuchenteig, cremiges Püree oder ein goldbrauner Pfannkuchen. Aber seien wir ehrlich: Butter ist nicht immer die praktischste oder gesündeste Wahl. Sei es aus gesundheitlichen Gründen, wegen veganer Ernährung oder einfach, weil die Butter gerade leer ist – zum Glück gibt es zahlreiche Alternativen, die mindestens genauso gut funktionieren.

Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten veganen Apfelkuchenversuch ohne Butter. Ich war skeptisch – aber das Ergebnis war so saftig und aromatisch, dass ich seither gern mal zur pflanzlichen Alternative greife. In diesem Artikel zeige ich meine liebsten Butter-Alternativen für Backen, Braten und mehr – samt praktischer Tipps und persönlicher Erfahrungen.

Wann braucht man eine Butter-Alternative?

Butter ist ein fester Fettstoff, der bei Zimmertemperatur streichfähig ist. Sie besteht zu etwa 80 Prozent aus Milchfett und bringt nicht nur Geschmack, sondern auch Textur, Feuchtigkeit und Farbe in Gerichte. Verwendet wird sie unter anderem:

  • beim Backen (Kekse, Kuchen, Mürbeteig)
  • zum Anbraten (Gemüse, Fleisch, Saucen)
  • für Glasuren und Cremes (zum Beispiel Buttercreme)
  • zum Einfetten von Backformen

Je nachdem, wofür du die Butter ersetzen willst, eignet sich eine andere Alternative. Manche ersetzen die Textur, andere den Geschmack – nur wenige können beides.

Die besten Butter-Ersatzprodukte in der Übersicht

Pflanzenfett (z. B. Palmin, Biskin)

Pflanzenfett ist geschmacksneutral und besteht zu 100 Prozent aus Fett – damit verhält es sich beim Backen ähnlich wie Butter. Es eignet sich besonders gut für Teige, in denen es auf die Konsistenz ankommt, etwa bei Mürbeteig, Cookies oder Glasuren. Es hat außerdem einen hohen Rauchpunkt und eignet sich daher auch zum Braten.

Tipp: Beim Glasieren bleibt Pflanzenfett stabiler als Butter – ideal bei warmem Wetter.

Verhältnis: 1:1 ersetzen
Geeignet für: Kekse, Kuchen, Teige, Füllungen, Glasuren, Braten

Kokosöl

Kokosöl ist bei Raumtemperatur fest und hat eine leichte, exotische Note. Es eignet sich hervorragend für veganes Backen oder wenn du bewusst auf Milchprodukte verzichten möchtest. Unraffiniertes Kokosöl schmeckt stärker nach Kokos, während die raffinierte Variante eher neutral ist.

Achtung: Der Kokosgeschmack passt nicht zu jedem Rezept – am besten vorher testen.

Verhältnis: 1:1 ersetzen
Geeignet für: Kuchen, Muffins, Pfannengerichte, Formen einfetten

Margarine

Margarine wird oft mit Pflanzenfett verwechselt, enthält aber zusätzlich Wasser, Emulgatoren und teilweise Milchbestandteile. Sie bringt etwas weniger Geschmack als Butter, ist aber eine einfache und preiswerte Alternative – vorausgesetzt, du wählst eine vegane Variante.

Hinweis: Es gibt auch fettreduzierte Margarinen, die sich nicht immer gut zum Backen eignen. Also besser zur Vollfett-Variante greifen.

Verhältnis: 1:1 ersetzen
Geeignet für: Aufstrich, Backen, Anbraten, Glasuren

Ghee (geklärte Butter)

Ghee ist besonders aromatisch und fast laktosefrei, da es aus geklärter Butter besteht. Es eignet sich besonders gut für Menschen mit Laktoseintoleranz, die trotzdem nicht auf den buttrigen Geschmack verzichten möchten.

Verhältnis: 1:1 ersetzen
Geeignet für: Braten, Backen, Einfetten

Öl (z. B. Sonnenblumenöl, Rapsöl, Olivenöl)

Pflanzenöle sind eine einfache Alternative beim Kochen, aber beim Backen musst du aufpassen: Sie sind flüssig, was die Konsistenz des Teigs verändert. Für Mürbeteige oder knusprige Cookies eher ungeeignet, aber für Rührteige oder Muffins wunderbar.

Tipp: Verwende neutrales Öl (zum Beispiel Rapsöl), wenn du keinen Eigengeschmack willst.

Verhältnis: 75 ml Öl statt 100 g Butter
Geeignet für: Muffins, Kuchen, Pfannengerichte, Formen einfetten

Backtrennspray

Wenn du einfach nur deine Backform einfetten willst, reicht oft ein gutes Backtrennspray. Damit brauchst du deutlich weniger Fett und es geht super schnell – perfekt für Pancakes, Aufläufe oder Tarteformen.

Verhältnis: nach Bedarf gleichmäßig einsprühen
Geeignet für: Formen einfetten, Pfannen vorbereiten

Griechischer Joghurt

Etwas ungewöhnlich, aber unglaublich saftig: Griechischer Joghurt funktioniert in Rührteigen wunderbar. Er enthält zwar Fett, aber deutlich weniger als Butter – eine gute Wahl für bewusstes Backen.

Nicht geeignet bei Milcheiweiß-Allergie.

Verhältnis: 1:1 ersetzen
Geeignet für: Kuchen, Muffins

Nussmus (z. B. Erdnussmus, Mandelmus)

Nussmuse sind echte Geschmacksträger. Sie bringen Fett, Proteine und ein kräftiges Aroma mit – je nach Rezept also eher für Erdnuss-Kekse oder schokoladige Muffins geeignet als für feine Torten.

Verhältnis: 1:1 ersetzen (eventuell Flüssigkeit im Teig anpassen)
Geeignet für: Cookies, Brownies, Kuchen mit Nussaroma

Vegane Butter-Alternativen mit wenig Fett

Apfelmus (ungesüßt)

Apfelmus ist ein super Trick, um Kalorien zu sparen – vor allem bei Muffins, Brownies und süßen Broten. Es bringt Feuchtigkeit und eine leichte Süße mit, verändert aber auch den Geschmack.

Verhältnis: 1:1 ersetzen (eventuell Flüssigkeit im Rezept reduzieren)
Geeignet für: Muffins, Brownies, vegane Kuchen

Banane (püriert)

Reife Bananen sind nicht nur süß, sondern auch ein genialer Feuchtigkeitsspender für Kuchen und Gebäck. Der Geschmack ist deutlich – also nur verwenden, wenn Banane zum Rezept passt.

Verhältnis: 1:1 ersetzen (langsam unterheben, nicht zu viel auf einmal)
Geeignet für: Schokoladenkuchen, Muffins, Brownies

Kürbispüree

Perfekt für den Herbst – Kürbispüree macht Teige besonders saftig. In Schokokuchen schmeckt man den Kürbis kaum heraus, in hellen Rezepten aber schon eher.

Verhältnis: ¾ der Buttermenge ersetzen
Geeignet für: Cupcakes, Muffins, Rührkuchen

Häufige Fragen zur Haltbarkeit von Butter

Wie lange hält Butter im Kühlschrank?
Etwa 30 Tage bei luftdichter Aufbewahrung – am besten das Mindesthaltbarkeitsdatum beachten.

Kann man Butter einfrieren?
Ja – luftdicht verpackt bis zu 6 Monate (ungesalzen) bzw. 12 Monate (gesalzen).

Woran erkennt man verdorbene Butter?
Saurer Geruch, gelbliche Farbe, ranziger Geschmack oder sichtbarer Schimmel.

Was nutzen Veganer statt Butter?
Zum Beispiel Kokosöl, Olivenöl, Margarine, Apfelmus oder Nussmus – je nach Anwendung.

Fazit: Welche Alternative passt zu welchem Zweck?

  • Für klassischen Buttergeschmack: Ghee
  • Für veganes Backen: Kokosöl, Apfelmus
  • Für kalorienbewusstes Backen: Griechischer Joghurt, Banane
  • Für Braten: Pflanzenöl, Pflanzenfett
  • Für Buttercreme: Margarine, Pflanzenfett

Mit etwas Ausprobieren findest du garantiert die perfekte Butter-Alternative für deine Lieblingsrezepte – ganz nach deinem Geschmack, deinen Ernährungszielen und deinem Vorratsschrank.

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