Tomatenmark-Ersatz: 8 Geniale Alternativen aus deiner Küche

Kennst du das? Du hast alles für die perfekte Pizza vorbereitet, der Teig ruht schon, der Käse ist gerieben – und dann fällt dir auf: Kein Tomatenmark im Haus! Kein Grund zur Panik: Es gibt einige großartige Alternativen, die du vielleicht schon in deiner Vorratskammer hast.

In diesem Artikel zeige ich dir die besten Ersatzprodukte für Tomatenmark – je nachdem, was du kochst. Ob Suppe, Schmorgericht oder Pizza – mit ein paar kleinen Tricks bekommst du trotzdem ein wunderbares Ergebnis.


Was ist das Besondere an Tomatenmark?

Tomatenmark ist im Grunde stark eingekochtes Tomatenpüree mit intensivem Geschmack und dicker, streichfähiger Konsistenz. Es entsteht durch stundenlanges Reduzieren frischer Tomaten – meist werden Haut und Kerne vorher entfernt. Das Ergebnis: ein aromatischer, konzentrierter Allrounder in der Küche.

Tomatenmark gibt es in Tuben, kleinen Dosen oder Portionsbeuteln – geöffnet hält es sich im Kühlschrank meist 5–10 Tage, in Tuben oft etwas länger. Es ist ideal für Saucen, Suppen, Eintöpfe, Currys und natürlich Pizza.

Aber was tun, wenn es gerade fehlt?


Die 8 besten Tomatenmark-Alternativen

1. Selbstgemachtes Tomatenmark

Wenn du etwas Zeit hast, kannst du Tomatenmark ganz einfach selbst machen – besonders praktisch, wenn du gerade aromatische Roma- oder San-Marzano-Tomaten zuhause hast. Diese enthalten wenig Wasser und Kerne, was perfekt fürs Einkochen ist.

So geht’s:

  • Tomaten waschen, den Strunk entfernen und grob zerkleinern
  • Im Mixer pürieren
  • Durch ein feines Sieb oder eine Flotte Lotte passieren
  • Die Masse in einem breiten Topf bei mittlerer Hitze einkochen, bis sie dicklich wird
  • Optional mit etwas Salz abschmecken
  • Abkühlen lassen und verwenden

Mit einem Schuss Olivenöl obendrauf hält sich das fertige Mark im Kühlschrank mehrere Tage.

Ideal für: Pizza, Pasta, Suppen, Currys


2. Tomatenpüree (Passata)

Tomatenpüree ist wohl der nächstbeste Ersatz. Es ist dünnflüssiger als Mark, aber geschmacklich nah dran. Für Pizza solltest du es unbedingt etwas einkochen, damit der Teig nicht matschig wird.

Ersatzmenge: 1 Esslöffel Tomatenmark = ca. 2–3 Esslöffel Tomatenpüree
Tipp: Nach dem Einkochen kannst du 1:1 ersetzen.

Ideal für: Suppen, Eintöpfe, Chili, Currys, Pizza (nach Reduktion)


3. Tomatige Pastasauce

Fertige Pastasaucen enthalten oft Gewürze wie Basilikum oder Oregano – das kann je nach Gericht wunderbar passen oder auch zu dominant wirken. Sie sind meist dünnflüssiger, aber eine gute Lösung in der Not.

Ersatzmenge: 1 Esslöffel Tomatenmark = 2 Esslöffel Pastasauce

Ideal für: Schmorgerichte, schnelle Saucen, Eintöpfe mit ähnlicher Geschmacksrichtung


4. Dosentomaten

Ob gestückelt, geschält oder ganz: Dosentomaten sind ein Klassiker in der Vorratskammer. Der Flüssigkeitsanteil ist hoch, daher solltest du sie vor der Verwendung abtropfen lassen – oder direkt einkochen.

Ersatzmenge: 1 Esslöffel Tomatenmark = 2 Esslöffel abgetropfte Dosentomaten
Tipp: Für glatte Konsistenz vorher pürieren.

Ideal für: Suppen, Eintöpfe, Chili, Currys


5. Tomatenpulver

Tomatenpulver ist ein Geheimtipp. Es ist lange haltbar, hoch aromatisch und lässt sich flexibel einsetzen. Mit Wasser angerührt ergibt es eine Art Tomatenmark – du kannst es aber auch direkt als Gewürz verwenden.

Mischverhältnis: 2 Teile Pulver + 1 Teil Wasser = dicke Paste

Ideal für: Suppen, Currys, Marinaden, selbstgemachte Rubs


6. Paprikapüree

Wenn es dir weniger um den typischen Tomatengeschmack geht, sondern eher um Farbe und Tiefe im Gericht, ist pürierte Paprika eine tolle Alternative. Besonders gut passt sie zu nordafrikanischen oder orientalisch gewürzten Gerichten.

Geröstete Paprika aus dem Glas eignen sich besonders gut.

Ersatzmenge: 1:1

Ideal für: Tagines, Schmorgerichte, würzige Gemüsepfannen


7. Tomatensuppe

Tomatensuppe ist deutlich süßer und flüssiger als Tomatenmark – du musst also etwas anpassen: Flüssigkeit reduzieren, ggf. mit Stärke binden und kräftiger würzen.

Ersatzmenge: 1 Esslöffel Tomatenmark = 1 Esslöffel Tomatensuppe
Achtung: Reduziere andere Flüssigkeiten im Rezept um etwa 1/3

Ideal für: Suppen, Currys, Chili


8. Ketchup

Ketchup ist ein Notnagel – süß, essighaltig, aber manchmal die letzte Rettung. In würzigen Gerichten wie Curry kann es überraschend gut funktionieren, solange du es sparsam einsetzt.

Ersatzmenge: 1:1, aber nur bei kleinen Mengen

Ideal für: Currys, Schmorgerichte mit kräftiger Würzung


Persönlicher Tipp aus meiner Küche

Ich erinnere mich noch gut an ein spontanes Abendessen mit Freunden – alles war vorbereitet für selbstgemachte Pinsa, nur das Tomatenmark fehlte. Statt hektisch einkaufen zu gehen, habe ich einfach Dosentomaten eingekocht und mit ein paar Kräutern verfeinert. Das Ergebnis? Ein voller Erfolg – und keiner hat das fehlende Mark vermisst.


Häufige Fragen (FAQ)

Mein Eintopf ist zu flüssig geworden – was tun?

Lass ihn offen weiter köcheln, damit die Flüssigkeit reduziert. Oder rühre 1 Teelöffel Speisestärke mit etwas Wasser an und gib es vorsichtig dazu.

Gibt es eine Alternative ohne Nachtschattengewächse?

Wenn du Tomaten meidest, probiere einen kleinen Schuss Sojasauce – das bringt Tiefe und Umami, ist aber nur für würzige Schmorgerichte geeignet.

Kann ich Passata statt Tomatenmark verwenden?

Ja – beachte nur die flüssigere Konsistenz und reduziere sie ggf. ein.

Kann man Tomatensauce zu Tomatenmark einkochen?

Absolut! Einfach bei geringer Hitze köcheln lassen, bis die Sauce dicklich und intensiv wird.


Fazit: Mit Kreativität zum Geschmackserfolg

Tomatenmark ist ein echter Geschmacksbooster – aber zum Glück kein unersetzlicher. Ob du auf selbstgemachtes Püree, Dosentomaten oder kreative Alternativen wie Paprika setzt: Mit ein paar einfachen Kniffen gelingt dir jedes Gericht auch ohne klassisches Tomatenmark.

Am wichtigsten ist die Konsistenz – reduziere flüssige Produkte oder passe das Rezept an. Und wie immer gilt: Abschmecken nicht vergessen!

Scroll to Top